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Österreichs Bläulinge
Baldia's Online-Bestimmungshilfe für 54 Lycaenidae
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Baldia's Farblos-Gruppe
Eine Unterscheidungshilfe für alexis, argiolus, miniumus, semiargus, alcon/rebeli, iolas, osiris, daphnis m., nausithous, teleius, orbitulus.
Diesen ähnlichen Bläulingen fehlen auf der Unterseite das Orange, die Silberflecken, der Pinselwisch, die Basaldots und das Schwänzchen. Die grundsätzlichen Merkmale sind in der Tabelle "Merkmale der Lycaenidae" angeführt.
Folgende Unterscheidungsmerkmale sind möglich (nicht alle treffen immer zu!):
 
Himmelblauer Steinklee-Bl.
alexis
:
Er ist eher selten.
Unterseite
: Sie ist hellgrau, ohne Randdots, und stark besprüht. Auf dem Vorderflügel gibt es eine Reihe dicker Dots, die größer werden und sich dem Rand nähern. Auf dem Hinterflügel sind die Dots dünner. Oft reicht die blau-grüne Besprühung bis zu ihnen hinauf. Es gibt keinen mittigen Diskaldot wie beim minimus.

Männchen: Oberseite: leuchtend blau mit dunklem Rand, der bis zur Flügelspitze breiter wird.
Weibchen: Oberseite: braun, oft blau besprüht.
Faulbaum-Bläuling
argiolus:

Die Fransen sind nur am Vorderflügel gescheckt. Er ist weit verbreitet.
Unterseite: Es gibt es wenige Randdots und am Vorderflügel ca. fünf beistrichförmige Dots, die manchmal sehr blass sind. Auf dem Hinterflügel sind die Dots sehr zart und unregelmäßig verteilt.

Männchen: Oberseite: hellblau; nur an der Vorderflügelspitze ein kräftiger dunkler Rand.
Weibchen: Oberseite: hellblau mit sehr breitem dunklen Rand auf Vorderflügel und oberen Hinterflügel

Zwerg-Bläuling
minimus:
Er ist sehr, sehr klein und weit verbreitet. Er braucht vor allem Wundklee (Anthyllis vulneraria), seltener auch Kronwicke (Coronilla), Tragant (Astragalus) oder ähnliches;
Unterseite
: Sie ist hellgrau und ohne Randdots. Auf dem Vorderflügel sind die Dots klein, weiter vom Rand entfernt und bilden eine gerade oder leicht gewellte Linie. Am Hinterflügel sind die Dots scheinbar durcheinander: der zweite Dot ist basalwärts versetzt, der 3., 4., 5., und 6. Dot sind in einer geordneten Reihe. Ein Dot fällt oft mittig in der Diskalregion auf.
Männchen: Oberseite: braun, oft blau besprüht.
Weibchen: Oberseite: braun, nicht blau besprüht.
Rotklee-Bläuling
semiargus:
Er ist verbreitet.
Unterseite
: Er ist leicht blau besprüht und hat keine Randdots. Am Vorderflügel sind die etwa gleich großen Dots weit vom Rand entfernt und formen einen Bogen. Auf dem Hinterflügel ist der zweite Dot leicht basalwärts versetzt, aber nicht so weit wie beim minimus.
Es gibt keinen mittigen Diskaldot wie beim minimus.

Männchen: Oberseite: blau mit breitem Rand und schwarzen Adern;
Weibchen: Oberseite: braun, gelegentlich orange Randdots; Fransen weiß
Himmelblauer Steinklee-Bl.
alexis
:

Himmelblauer Steinklee-Bl. alexis
Vorderflügel: Dots immer größer und näher zum Rand,
Hinterflügel: stark blau-grün besprüht, kein Diskaldot in der Mitte
Faulbaum-Bläuling
argiolus:
Faulbaum-Bläuling  argiolus
Vorderflügel: beistrichförmige Dots, wenige Randdots, gescheckte Fransen,
Hinterflügel: Dots zart und unregelmäßig verteilt
Zwerg-Bläuling
minimus:

minimus
Vorderflügel: Dots in gerader oder leicht gewellten Linie,
Hinterflügel: zweiter Dot basalwärts,
3.-6. gerade,
ein Dot mittig in der Diskalregion
Rotklee-Bläuling
semiargus:
Cyaniris semiargus - Rotklee-Bläuling
Keine Randdots,
Vorderflügel: Dots bogenförmig weit vom Rand entfernt,
Hinterflügel: zweiter Dot leicht basalwärts, KEIN mittiger Diskaldot
 
 Lungenenzian-/Kreuzenzian-Ameisenbläuling
alcon/rebeli

alcon/rebeliOckerfarben, kräftige Dots stark wellenförmig, schwache Randdots, nicht blau besprüht
Blasenstrauch-Bläuling

iolas
iolas
Hellbeige,
Vorderflügel: Dots in eher gerader Linie,
Hinterflügel: Dots schwach gewellt, blasse Randdots
Kleiner Alpen-Bläuling

osiris

Cupido osiris,sebrus - Kleiner Alpen-Bläuling - Osiris Blue
Vorderflügel: Dots in gerader oder leicht gewellter Linie,
Hinterflügel: Dots ungeordnet,
ein Dot mittig in der Diskalregion
(Retuschierte Abb. von Jacob Hübner, 1805)
Zahnflügel-Bläuling

daphnis
Männchen

daphnis
Blasse Randdots, zipfelige Hinterflügel, kein Pinselwisch
alcon/rebeli:
Er ist selten. Er fliegt Mitte Juni bis Mitte August gern in einem Überschwemmungsland, wobei er Enziangewächse (Gentianaceae) braucht.
Unterseite: Die Unterseite ist ocker. Er hat schwach ausgebildete Randdots. Die zweite Dotreihe mit kräftigen Dots ist im Vergleich zu den Randdots stark wellenförmig. Er ist basal nicht blau besprüht.

Männchen:
Oberseite: blau mit breitem Rand.
Weibchen:
Oberseite: braun, gelegentlich blau besprüht, manchmal mit dunklen Spots auf dem Vorderflügel.
iolas:
Er ist selten. Da er eine submediterrane Art ist, ist sein Vorkommen in Österreich unsicher. Er ist der größte mittel- und südeuropäische Echte Bläuling. Er benötigt den Gelben Blasenstrauch (Colutea arborescens).
Unterseite: Die Unterseite ist hellbeige mit blassen Randdots. Die Dots am Vorderflügel verlaufen eher in gerader Linie und die Dots am Hinterflügel schwach gewellt.

Männchen:
Oberseite: blau mit zur Flügelspitze stärker werdendem dunklen Rand auf Vorderflügel.
Weibchen:
Oberseite: braun, stark blau besprüht, ohne Orange.
osiris:
Er ist sehr klein, aber größer als minimus, und selten. Er fliegt auf 500-1800 m in der Alpenregion. Er braucht Esparsetten (Onobrychis).
Unterseite: Sie ist hellgraubraun und ohne Randdots. Auf dem Vorderflügel sind die Dots klein, weiter vom Rand entfernt und bilden eine gerade oder leicht gewellte Linie. Am Hinterflügel sind sie meist durcheinander. Ein Dot fällt oft mittig in der Diskalregion auf.

Männchen:Oberseite: blauviolett mit deutlicher schwarzer Randlinie;
W
eibchen: Oberseite: dunkelbraun manchmal auf Vorderflügel blau besprüht.
daphnis
Er ist verbreitet.
Männchen Unterseite: Die Unterseite ist hellgrau. Die Ränder der Hinterflügel haben eine bis zwei deutliche Zipfel. Er hat blasse Randdots.
Männchen Oberseite: Vorder- und Hinterflügel hellblau-türkis. Der Zellstrich auf dem Vorderflügel ist blass oder fehlend.
Weibchen: Es hat einen viel zipfeligeren Rand als das Männchen und einen Pinselwisch.
 
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
nausithous:

nausithous
Braun mit braunen Fransen
Dots bilden starken, geknickten Bogen weit weg vom Rand,
keine Randdots,
KEIN mittiger Diskaldot,
nicht blau besprüht
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
teleius:

teleius
Hellbraun, zwei fast parallele Reihen kleiner Dots
Heller Alpen-Bläuling

orbitulus:

Plebejus (Albulina) orbitulus - Heller Alpen-Bläuling - Alpine Blue, Alpine Argus
Weiße Dots am Hinterflügel,
keine Randdots
(Abb. von A. Spuler, 1910)
 
nausithous:
Er ist sehr selten. Er sollte laut Tolman (p. 112) eigentlich in einer Flughöhe von 700-1600 m vorkommen, unsere Exemplare flogen aber auf 500 m. Er benötigt als Nahrungspflanze den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis).
Er hat bräunliche Fransen.
Unterseite: Sie ist einfärbig Milchkaffee-Braun mit bronzenem Schimmer. Auf dem Vorder- und Hinterflügel bilden kleine Dots, weit vom Rand entfernt, einen starken, am Ende geknickten Bogen. Er hat keine Randdots und auf dem Hinterflügel keinen mittigen Diskaldot. Die Unterseite ist nicht blau beprüht.

Männchen: Oberseite: eigentlich braun, aber sehr stark blau besprüht, mit länglichen, dunklen Flecken und dunklem Rand.
Weibchen: Oberseite: braun.
teleius:
Er ist sehr selten. Er benötigt als Nahrungspflanze den Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis).
Er hat weiße Fransen. Die
Unterseite: Sie ist hellbraun. Es gibt je zwei Reihen kleiner Dots auf dem Vorder- und Hinterflügel, die fast parallel verlaufen, plus ein paar verstreuter Dots. Die grundsätzlichen Merkmale sind in der Tabelle "Merkmale der Lycaenidae" angeführt.
Männchen: Die Oberseite ist blau mit breitem Rand. Es hat am Vorderflügel längliche Flecken und am Hinterflügel punktförmige.
Weibchen: Die Oberseite ist braun mit starker blauer Besprühung und punktförmigen Flecken auch am Vorderflügel.
orbitulus:
Er ist nicht weit verbreitet und fliegt ab ca. 1000 m.
Unterseite: Sie ist hellbraun. Die Dots sind sehr hell, am Hinterflügel sogar weiß. Er hat keine Randdots.

Männchen: Oberseite: blau; dunkler Rand.
Weibchen: Oberseite: braun mit blau-weißem Zellstrich, oft blau besprüht, Vorderflügelspitze aufgehellt.
 

 

Eine wissenschaftlich eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Art ist durch Studium der äußeren Merkmale über Fotos nicht möglich.

 
 
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